Der komplette Guide · 7 Min. Lesezeit
Rust Server mieten: Guide zu Wipes, Plugins und Admin-Rechten
Bei einem Rust Server zählt weniger der erste Tag als der vierzigste Wipe. Dieser Guide geht durch den Monatszyklus, die Wahl der Map, den RAM, Admin-Rechte, Plugins, Rust+ und Facepunchs Regeln für Community-Server. Er richtet sich an den, der in eurer Gruppe das RCON-Passwort verwaltet.
Von Matthew Griffin, Inhaber, Gaming DeluxeVeröffentlicht · Aktualisiert
In diesem Guide
- Warum Rust-Spieler einen Dedicated Server mieten
- Der monatliche Wipe-Zyklus
- Map-Größe, Seed und Custom Maps
- Slots und RAM richtig wählen
- Owner, Moderatoren und RCON
- Plugins mit uMod betreiben
- Rust+ auf deinem eigenen Server
- Browser-Tags, Premium-Server und Hosting-Regeln
- Was du vergleichen solltest, bevor du einen Rust Server mietest
- Rust Server Glossar
- Rust Server: Doku, Hilfe und nächste Schritte
Warum Rust-Spieler einen Dedicated Server mieten
Rust kennt keine Pause. Basen verfallen, Ressourcen spawnen neu, und rivalisierende Gruppen raiden, egal ob du online bist oder nicht. Das funktioniert nur auf einem Server, der rund um die Uhr läuft. Facepunch stellt den Rust Dedicated Server über SteamCMD bereit, damit ihn jeder hosten kann, und so stehen im Serverbrowser neben den offiziellen Servern jede Menge Community-Server.
Auf dem eigenen PC zu Hause kannst du diesen Server zwar laufen lassen, bequem ist das aber nicht. Jeder Wipe braucht ein Update, die Map braucht Minuten zum Generieren, Plugins wollen gepatcht werden, und ein voller Wipe-Abend verlangt eine stabile Upload-Bandbreite. Mietest du einen Rust Server, wandert diese Arbeit in ein Rechenzentrum: feste Adresse, DDoS-Filter und ein Panel, das die monatliche Routine auf ein paar Buttons schrumpfen lässt.
Der monatliche Wipe-Zyklus
Facepunch liefert an jedem ersten Donnerstag im Monat ein Content-Update aus. 2026 kamen diese Devblogs pünktlich wie ein Uhrwerk, vom Naval Update am 5. Februar bis zum Livestock Update (auf Englisch) am 1. Oktober. Jedes davon ist ein Forced Update: Die Protokollversion steigt, alte Server lassen aktualisierte Spieler nicht mehr rein, und die Map wird gewipet.
| Wipe-Art | Was zurückgesetzt wird | Wer entscheidet |
|---|---|---|
| Forced Wipe | Die Map mit allen Basen und Items darauf | Facepunch, am ersten Donnerstag im Monat |
| Blueprint-Wipe | Alle gelernten Blueprints jedes Spielers | Du, per Löschen der Blueprint-Datei oder mit Wipe Server |
| Extra-Map-Wipe | Die Map zwischen zwei Forced Wipes | Du, für Communitys mit wöchentlichem oder zweiwöchentlichem Wipe |
Facepunchs Wipe-Timer steht standardmäßig auf 19:00 Uhr Londoner Zeit am ersten Donnerstag. Das passt zu den Forced Wipes und zeigt den Spielern im Browser einen Countdown. Wöchentliche und zweiwöchentliche Einstellungen gibt es ebenfalls. Egal, wofür du dich entscheidest: Kündige es klar an. Am Wipe-Tag ist dein Server am vollsten, und Spieler planen ihre Woche danach.
Map-Größe, Seed und Custom Maps
Eine prozedurale Map wird durch zwei Zahlen beschrieben. server.worldsize bestimmt die Größe, Facepunchs Guide empfiehlt Werte von 1000 bis 6000. server.seed wählt das Layout, irgendwo zwischen 0 und 2147483647. Dasselbe Paar ergibt immer dieselbe Map, ein Seed, der euch gefallen hat, lässt sich also beim nächsten Wipe wieder nutzen.
- Kleine Maps (etwa 2000 bis 3000): Gruppen treffen schneller aufeinander, der RAM-Bedarf ist niedriger, ideal für 50 bis 80 Spieler.
- Mittlere Maps (etwa 3500 bis 4500): die übliche Wahl für einen Community-Server, mit Platz für Monumente und zum Herumstreifen.
- Große Maps (ab 5000): Raum für viele Spieler, aber mehr RAM und eine längere Generierung am Wipe-Tag.
Custom Maps aus einem Editor ersetzen den Seed komplett. Du ergänzt +server.levelurl mit einem direkten Download-Link und entfernst Weltgröße und Seed aus der Startzeile, so wie es Facepunchs Seite zu Custom Maps (auf Englisch) beschreibt. Der Link muss rund um die Uhr erreichbar sein, weil das Spiel jedes Spielers die Map beim Joinen von dort holt. Ein Dropbox-Link, dessen Ende du auf ?dl=1 änderst, klappt gut.
Slots und RAM richtig wählen
Slots sind eine Obergrenze, kein Versprechen: Die meisten Rust Server sind in der ersten Nacht nach dem Wipe voll und ab der dritten Woche ruhiger. Plane für den Peak. Ein Freundesserver oder eine Clan-Base braucht selten mehr als 50 Slots, eine wachsende Community liegt meist zwischen 60 und 100, und öffentliche Server mit Warteschlange am Wipe-Tag schauen auf 100 und mehr.
Der RAM richtet sich nach Map und Spielerzahl. Der Guide in unserem Bestellformular setzt eine Map von 2000 bis 3000 mit 8GB bis 10GB an und eine von 3000 bis 6000 mit 10GB bis 12GB, bevor jemand joint. Dazu kommen grob 1GB pro 10 Spieler online und etwa 500MB pro 10 Plugins. Deshalb steigt jeder Plan eine Stufe: 10GB bei 50 Slots, 12GB bei 60, 14GB bei 80, 16GB bei 100 und 20GB bei 120.
Am besten urteilt die Speicherkurve im Panel. Liegt sie am Wipe-Abend nah am Limit, geh im Kundenbereich eine Stufe höher; die Map bleibt vom Upgrade unberührt.
Owner, Moderatoren und RCON
Rust kennt zwei Stufen für dein Team. Der Befehl ownerid gibt einer SteamID64 Auth-Level 2 mit voller Kontrolle, moderatorid gibt Level 1. Beides landet in der users.cfg im cfg-Ordner des Servers, und server.writecfg speichert alle Einstellungen, die du über die Konsole änderst, damit sie einen Neustart überleben.
- Such die SteamID64 jedes Admins heraus, also die 17-stellige Steam-ID, die mit 7656 beginnt.
- Stopp den Server und trag die IDs im Easy Configurator in die users.cfg ein, oder melde dich mit deinem RCON-Passwort in der Web Console an.
- Führ in der Konsole ownerid oder moderatorid mit der ID aus und danach server.writecfg.
- Starte den Server und prüf, ob das Teammitglied im Spiel seine Tools hat.
Über RCON reden auch die meisten Admin-Tools mit einem Server. Facepunchs Guide empfiehlt rcon.web 1, den Web-RCON-Modus, den Browser-Konsolen und die meisten RCON-Apps für den Desktop nutzen. Halt das RCON-Passwort geheim: Wer es hat, hat Owner-Rechte.
Plugins mit uMod betreiben
Die Plugin-Szene von Rust läuft komplett auf dem Server, Spieler können also einem modded Server joinen, ohne etwas herunterzuladen. Die meisten Plugins sind für uMod geschrieben, das Framework, das lange als Oxide bekannt war. Facepunchs Wiki dokumentiert außerdem Carbon, das dieselben Plugins ausführen soll.
- uMod im Mod Manager installieren und den Server einmal starten, damit die Ordner entstehen.
- Server stoppen und Plugins mit dem uMod Plugins Installer hinzufügen.
- Dir und deinem Team die Rechte geben, die jedes Plugin verlangt.
- Einstellungen in oxide/config bearbeiten, gespeicherte Spielerdaten liegen in oxide/data.
Plugins und Forced Updates treffen sich jeden Monat. Prüf nach Monthly Update and Wipe auf der Seite jedes Plugins, ob es einen frischen Build gibt, bevor du die Tore öffnest, und lies beim ersten Start die Konsole auf Fehler. Dann tagge den Server ehrlich: server.tags kennt die Labels modded, oxide und carbon, neben vanilla, pve, hardcore und softcore, und Spieler sehen sie vor dem Joinen.
Rust+ auf deinem eigenen Server
Rust+ ist Facepunchs Companion-App fürs Handy. Einmal gepairt, bringt sie den Teamchat aufs Smartphone, schickt Raid-Alarme und lässt Spieler die Fallen ihrer Base aus der Ferne bedienen. Auf dem Server lauscht der Companion-Dienst auf app.port. Standard ist 67 über dem Game- oder RCON-Port, bei einem normalen Setup also 28082, und es muss ein TCP-Port ab 10000 sein.
Gepairt wird im Pausenbildschirm des Spiels über das Rust+-Menü. Willst du die App lieber abschalten, zeigt Facepunchs Seite zum Companion Server (auf Englisch), wie du den Port deaktivierst.
Was du vergleichen solltest, bevor du einen Rust Server mietest
Auf der ersten Seite sehen die meisten Rust-Angebote gleich aus. Diese Details merkst du erst beim dritten Wipe.
- RAM für Map und SlotsRechne Map-Größe und Spitzenzahl an Spielern durch und prüf dann, ob der RAM im Preis dafür reicht, nicht nur die Slot-Zahl.
- Werkzeuge für den Wipe-TagFind heraus, ob Update, Plugin-Update und Wipe eine einzige Aktion sind oder ein Support-Ticket. Das passiert schließlich jeden Monat.
- Plugin-SupportAchte auf eine uMod-Installation per Klick und einen Weg, Plugins hinzuzufügen, ohne jede Datei von Hand hochzuladen.
- Ping zu deinen SpielernTeste die Latenz von dort, wo deine Community wirklich wohnt; im PvP schlägt ein näherer Standort die rohe Hardware.
- Backups in deiner HandCheck, dass du vor einer riskanten Änderung ein Backup ziehen und es ohne Warten auf das Team zurückspielen kannst.
- Datenbank und RCON-ZugangPlugins mit Shops oder Stats wollen oft MySQL, Admin-Tools wollen RCON. Stell sicher, dass beides dabei ist.
- Laufzeiten und UpgradesVergleich monatliche mit längeren Laufzeiten und klär, ob du mitten im Wipe Slots oder RAM nachlegen kannst, ohne den Server umzuziehen.
Rust Server Glossar
- Forced Wipe
- Das Monatsupdate, das die Protokollversion ändert und die Map auf jedem Server zurücksetzt.
- Blueprint-Wipe
- Das Löschen dessen, was Spieler gelernt haben. Das erledigt der Serverbesitzer, nicht das Monatsupdate.
- Wipe-Timer
- Eine Servereinstellung, die Spielern einen Countdown bis zum nächsten Wipe zeigt, standardmäßig monatlich.
- Prozedurale Map
- Eine Map, die beim Serverstart aus Weltgröße und Seed generiert wird.
- Seed
- Die Zahl, die das Layout einer prozeduralen Map festlegt; gleicher Seed und gleiche Größe ergeben dieselbe Map.
- uMod (Oxide)
- Das Plugin-Framework, für das die meisten Rust-Serverplugins geschrieben sind.
- Carbon
- Ein weiteres Plugin-Framework, im Wiki von Facepunch dokumentiert, das Oxide-Plugins ausführen soll.
- RCON
- Fernzugriff auf die Serverkonsole, geschützt durch ein Passwort und genutzt von Admin-Tools.
- Auth-Level
- Rang im Team: 2 für Owner, gesetzt mit ownerid, 1 für Moderatoren, gesetzt mit moderatorid.
- Rust+
- Facepunchs Companion-App für Teamchat, Map und Raid-Alarme auf dem Handy.
- Server-Tags
- Kurze Labels im Browser für Wipe-Rhythmus, Stil und Region, bis zu vier auf einmal.
Rust Server: Doku, Hilfe und nächste Schritte
Offizielle Referenzen und unsere eigenen Seiten für den Serverbetrieb. Die Seiten von Facepunch und uMod sind auf Englisch.
- Server erstellen, Facepunch-WikiStartparameter, Ports und Welteinstellungen direkt vom Entwickler.
- Server-Wipe-Timer, Facepunch-WikiCountdowns für monatliche, zweiwöchentliche und wöchentliche Wipes.
- Community Server and Hosting GuidelinesWas Community-Server dürfen und was nicht.
- uMod-Plugins für RustDie Plugin-Bibliothek, aus der der Installer schöpft.
- Das Gaming Deluxe KontrollpanelWie das Panel funktioniert und wo du dich einloggst (Seite auf Englisch).
- Alle Serverstandorte im ÜberblickSeite auf Englisch.
- Support anschreibenHilfe bei Wipes, Plugins und Custom Maps, Tag und Nacht.
Wie dieser Guide entstand: Grundlage sind Facepunchs Wiki, die News-Posts und Hosting-Richtlinien von Facepunch sowie die Steam-Shopseite. Entworfen mit KI-Unterstützung, für jeden Plan, jeden Preis, jeden Button und jeden Standort mit unserem Live-Bestellformular für Rust und unserer Wissensdatenbank abgeglichen und vor dem Veröffentlichen von Matthew Griffin gegengelesen. Ist etwas nicht mehr aktuell? Schreib uns.
Quellen, geprüft am 14. Oktober 2026:
- Livestock Update, Devblog von Facepunch (Englisch)
- Rust Changes und Devblog-Liste, Facepunch (Englisch)
- Creating a server, Facepunch-Wiki (Englisch)
- Server wipe timer, Facepunch-Wiki (Englisch)
- Getting started with a server, Facepunch-Wiki (Englisch)
- Hosting a custom map, Facepunch-Wiki (Englisch)
- Rust+ companion server, Facepunch-Wiki (Englisch)
- Server browser tags, Facepunch-Wiki (Englisch)
- Useful commands, Facepunch-Wiki (Englisch)
- Carbon, Facepunch-Wiki (Englisch)
- Devblog Pivot or Die (Blueprint-Wipe im November 2025), Facepunch (Englisch)
- Premium servers, Facepunch News (Englisch)
- Community Server and Hosting Guidelines, Facepunch (Englisch)
- What is Rust Console Edition, Double Eleven (Englisch)
- Beitrag zum Early-Access-Start, Facepunch (Englisch)
- Rust auf Steam
- Bestellformular von Gaming Deluxe, Rust Dedicated Game Server
- Wissensdatenbank von Gaming Deluxe, Rust (Englisch)


