Der komplette Guide · 6 Min. Lesezeit
Minecraft Bedrock Server mieten: Der komplette Guide
Dieser Guide erklärt, was ein gehosteter Bedrock-Server eigentlich ist, wie er sich von Realms und von einem Java-Server unterscheidet und wie du mit den Dateien umgehst, die ihn steuern: server.properties, Allowlist, Rechte, Add-ons und Backups. Geschrieben für die Eltern, das ältere Geschwisterkind oder den Kumpel, an dem die Welt am Ende hängen bleibt.
Von Matthew Griffin, Inhaber, Gaming DeluxeVeröffentlicht · Aktualisiert
In diesem Guide
- Was der Bedrock Dedicated Server ist
- Realms, eigene Welt öffnen oder dedizierter Server
- server.properties: Die Einstellungen, die zählen
- Allowlist, Operatoren und Rechtestufen
- Behaviour Packs und Resource Packs installieren
- Den Server auf der richtigen Version halten
- Backups, Welten umziehen und neu anfangen
- Darauf achten, bevor du einen Minecraft Bedrock Server mietest
- Bedrock Server Glossar
- Bedrock Server: Hilfe und nächste Schritte
Was der Bedrock Dedicated Server ist
Minecraft: Bedrock Edition ist die Version des Spiels für Windows, Android, iOS, Xbox, PlayStation und Switch. Mojang stellt außerdem ein kostenloses Programm namens Bedrock Dedicated Server bereit, kurz BDS, das eine Bedrock-Welt betreibt, ohne dass jemand an dem Rechner spielt. Grafik hat es überhaupt keine: Es lädt die Welt, simuliert sie und wartet darauf, dass sich Spieler übers Netz verbinden.
BDS lässt sich auch zu Hause auf Windows oder Ubuntu betreiben, das steht so auf Mojangs Download-Seite. In der Praxis heißt das: ein Rechner, der Tag und Nacht läuft, ein geöffneter Port am Router und dein Heim-Upload, den sich alle Mitspieler teilen. Ein gehosteter Server packt dieselbe offizielle Software ins Rechenzentrum, gibt ihr eine feste Adresse und eine schnelle Leitung und verpackt das Ganze in ein Kontrollpanel. Eine Eingabeaufforderung siehst du dabei nie.
Realms, eigene Welt öffnen oder dedizierter Server
Bedrock bietet einer Gruppe drei Wege, eine Welt zu teilen, und jeder passt zu anderen Leuten.
| Option | Wer sie betreibt | Gut für | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Für LAN oder Freunde öffnen | Der Spieler, der hostet | Eine schnelle Runde im selben Raum | Die Welt ist weg, sobald der Host aufhört |
| Realms | Mojang | Kleine Gruppen ohne Lust auf Einrichtung, Konsolen inklusive | Feste Spielerzahl, keine Serverdateien, keine Konsole |
| Dedizierter Server | Du, auf unserer Hardware | Gruppen, die Dateien, Packs und Regeln selbst steuern wollen | Alle Spieler brauchen dieselbe Spielversion |
Ein dedizierter Server ist die richtige Wahl, wenn die Welt rund um die Uhr online sein soll, wenn du server.properties oder Rechte anpassen willst, wenn eigene Behaviour Packs laufen sollen oder wenn ihr mehr Leute seid, als ein Realm bequem fasst. Realms passt zu einer kleinen Gruppe, die gar nichts einrichten will und nie an die Serverdateien muss.
server.properties: Die Einstellungen, die zählen
Fast alles an einer Bedrock-Welt steht in einer einzigen Textdatei, der server.properties. Server stoppen, die Datei unter Configuration Files öffnen, die nötigen Zeilen ändern, wieder starten. Das hier sind die Zeilen, die Besitzer am häufigsten anfassen.
| Einstellung | Was sie macht | Typischer Wert |
|---|---|---|
| server-name | Der Name, den Spieler in ihrer Serverliste sehen | Der Name deiner Welt |
| gamemode | Survival, Creative oder Adventure für neue Spieler | survival |
| difficulty | Peaceful, Easy, Normal oder Hard | easy ist voreingestellt |
| max-players | Wie viele Leute gleichzeitig online sein dürfen | 10 (Voreinstellung) |
| allow-list | Nur eingetragene Gamertags dürfen joinen | true für eine private Welt |
| allow-cheats | Erlaubt Operatoren Befehle wie /give | false für faires Survival |
| view-distance | Wie weit Spieler sehen, in Chunks | Runterdrehen, wenn der RAM knapp wird |
| tick-distance | Wie weit um die Spieler herum die Welt weiterläuft | 4 bis 12, niedriger ist leichter |
| level-name und level-seed | Welcher Weltordner lädt und der Seed für eine neue Welt | Vor dem ersten Start festlegen |
Allowlist, Operatoren und Rechtestufen
Bedrock erkennt Spieler an ihrem Xbox-Gamertag und an einer XUID, einer langen Nummer, die am Microsoft-Konto hängt. Zwei Dateien nutzen sie. Die allowlist.json bestimmt, wer überhaupt reindarf, die permissions.json, was jeder drinnen tun kann.
- allow-list=true in der server.properties setzen und neu starten.
- In der Web Console allowlist add und dahinter einen Gamertag eintippen. Enthält der Name ein Leerzeichen, kommt er in Anführungszeichen.
- Jeden Spieler bitten, einmal zu joinen. Danach zeigt die Konsole seine XUID.
- Die eigene XUID mit der Stufe operator in die permissions.json schreiben, Freunde als member oder visitor.
- In der Konsole permission reload ausführen oder neu starten, damit die neuen Stufen greifen.
Die drei Stufen sind schnell erklärt. Ein Visitor darf herumlaufen und schauen, aber weder bauen noch abbauen. Ein Member spielt ganz normal. Ein Operator darf Befehle nutzen und andere Spieler verwalten. Die Zeile default-player-permission-level legt fest, was jeder bekommt, der nicht in der permissions.json steht. Öffentliche Server nehmen dafür oft visitor und befördern vertrauenswürdige Spieler von Hand.
Behaviour Packs und Resource Packs installieren
Add-ons sind der hauseigene, von Mojang unterstützte Weg, Bedrock zu verändern. Ein Behaviour Pack ändert, wie Dinge funktionieren: neue Mobs, Items, Rezepte oder Regeln. Ein Resource Pack ändert, wie Dinge aussehen und klingen. Viele Add-ons kommen als .mcaddon-Datei mit je einem von beiden.
- Die .mcaddon- oder .mcpack-Datei in .zip umbenennen und auf deinem Rechner entpacken.
- In jedem Pack die manifest.json öffnen und uuid und version aus dem Abschnitt header notieren.
- Den Ordner des Behaviour Packs nach behavior_packs hochladen, den des Resource Packs nach resource_packs.
- Im Weltordner world_behavior_packs.json und world_resource_packs.json anlegen oder bearbeiten, mit einem Eintrag pro Pack samt pack_id und version.
- Server neu starten und joinen. Dein Gerät lädt die Packs automatisch herunter.
Packs laden in der Reihenfolge, in der du sie einträgst, und zwei Packs, die denselben Mob oder dasselbe Item ändern, können sich beißen. Füg ein Pack nach dem anderen hinzu, teste und nimm dann das nächste. Viele Add-ons brauchen außerdem die experimentellen Schalter, die beim Erstellen der Welt aktiviert wurden. Lies also vor dem Hochladen die Hinweise des Erstellers.
Den Server auf der richtigen Version halten
Bedrock-Geräte aktualisieren über ihre App Stores, meist alle innerhalb eines Tages, und ein Client kommt nicht auf einen Server mit älterem oder neuerem Build. Am sichersten ist diese Routine: Sobald ein neues Release da ist, die Welt sichern, den Server aktualisieren, neu starten und erst dann der Gruppe Bescheid geben.
Mojang nummeriert Releases inzwischen nach Jahr: Der Drop Wilderness Bound vom September 2026 ist 26.50, sein Hotfix 26.52. Der Download des Bedrock-Servers trägt dieselben Nummern, so siehst du auf einen Blick, ob Server und Spieler zusammenpassen. Mojang bietet außerdem einen Preview-Server zum Testen kommender Features an. Halt Preview-Welten strikt von deiner Hauptwelt getrennt.
Backups, Welten umziehen und neu anfangen
Den Bedrock-Server kannst du im laufenden Betrieb sichern, mit einer Routine aus drei Konsolenbefehlen: save hold bereitet die Dateien vor, save query meldet, wann sie kopiert werden können, und save resume lässt den Server normal weiterlaufen. Die Backups in unserem Panel erledigen das für dich, und Offsite-Kopien halten wir für die letzten 7 Tage.
Um eine Welt einzuziehen, kopierst du ihren Ordner von deinem Gerät oder einem anderen Host, stoppst den Server, lädst den Ordner nach worlds hoch und setzt level-name passend zum Ordnernamen. Willst du neu anfangen, ohne etwas zu verlieren, gibst du level-name einen neuen Namen und setzt einen level-seed. Die alte Welt bleibt auf der Platte, und du kannst jederzeit zurückwechseln.
Darauf achten, bevor du einen Minecraft Bedrock Server mietest
Bedrock-Angebote sehen oft gleich aus. Diese Details entscheiden, ob sich der Server auch nach ein paar Monaten noch richtig anfühlt.
- Echtes Bedrock, keine BrückeSpielt deine Gruppe nur Bedrock, check, dass der Anbieter Mojangs Bedrock Dedicated Server betreibt und keinen Java-Server mit Übersetzungs-Plugin.
- RAM, nicht nur SlotsEin Plan mit vielen Slots, aber wenig RAM kommt ins Straucheln, sobald sich die Spieler verteilen. Schau auf den Speicher, den du wirklich bekommst.
- Zugriff auf die DateienDu musst server.properties, Allowlist und Rechte selbst bearbeiten und Packs hochladen können. Stell sicher, dass das Panel das kann.
- Updates am selben TagFrag, wie schnell du den Server nach einem neuen Release aktualisieren kannst. Bis dahin kommt niemand aus der Gruppe rein.
- Backups zum Selbst-ZurückspielenFind heraus, ob du ohne Ticket zurückrollen kannst und wie viele Tage Offsite-Kopien es gibt.
- Standorte nah an den SpielernHandys im Mobilfunknetz reagieren empfindlich auf Entfernung. Nimm einen Anbieter mit Standort nah an den meisten aus der Gruppe und teste ihn.
Bedrock Server Glossar
- Bedrock Dedicated Server (BDS)
- Mojangs kostenloses Serverprogramm für Minecraft: Bedrock Edition.
- server.properties
- Die Textdatei mit den Haupteinstellungen der Welt, vom Spielmodus bis zum Spielerlimit.
- Allowlist
- Die Liste der Gamertags, die bei aktivem allow-list joinen dürfen, gespeichert in der allowlist.json.
- XUID
- Die Nummer, die ein Microsoft-Konto eindeutig kennzeichnet, genutzt in der permissions.json.
- Operator
- Ein Spieler mit dem Recht, Befehle auszuführen und andere zu verwalten.
- Behaviour Pack
- Ein Add-on, das ändert, wie das Spiel funktioniert, etwa mit neuen Mobs, Items oder Regeln.
- Resource Pack
- Ein Add-on, das Texturen, Sounds oder Modelle austauscht.
- Tick-Distanz
- Wie weit um die Spieler herum die Welt Pflanzen, Mobs und Redstone weitersimuliert.
- Realms
- Mojangs eigenes Abo für kleine private Welten.
- NetherNet
- Der Netzwerktransport, den dedizierte Bedrock-Server seit 26.50 standardmäßig nutzen.
Bedrock Server: Hilfe und nächste Schritte
Nützliche Seiten zum Einrichten und Betreiben deiner Bedrock-Welt. Mojangs Seiten und unsere Wissensdatenbank sind auf Englisch.
- Download Bedrock Dedicated ServerMojangs offizielle Serversoftware mit Hinweisen (auf Englisch).
- Behaviour Pack auf deinem Bedrock-Server einbindenUnsere Schritt-für-Schritt-Anleitung (auf Englisch).
- Deine XUID findenNötig für Operator-Rechte (auf Englisch).
- Minecraft Server erstellenUnser ausführlicher Guide zum Betrieb von Minecraft-Servern.
- Kontrollpanel von Gaming DeluxeWas das Panel kann und wie du dich einloggst.
- Support kontaktieren24/7-Hilfe bei Packs, Welten und Updates.
So ist dieser Guide entstanden: recherchiert aus Mojangs eigener Download-Seite für den Server, den Minecraft-Hilfeartikeln und den Release Notes, mit KI-Unterstützung geschrieben, für jeden Plan, jeden Preis und jeden Standort mit unserem Live-Bestellformular abgeglichen und vor der Veröffentlichung von Matthew Griffin geprüft. Ist etwas veraltet? Sag uns Bescheid.
Quellen, geprüft am 22. Oktober 2026:
- Bedrock Dedicated Server download, Minecraft.net (Englisch)
- Bedrock server.properties reference, Microsoft Learn (Englisch)
- Bedrock Dedicated Server getting started, Microsoft Learn (Englisch)
- Minecraft Bedrock 26.50 Wilderness Bound changelog, Minecraft Feedback (Englisch)
- Minecraft Bedrock 26.52 hotfix changelog, Minecraft Feedback (Englisch)
- Java or Bedrock Edition, Minecraft.net (Englisch)
- Wissensdatenbank von Gaming Deluxe: Behaviour Packs auf einem Bedrock-Server (Englisch)
- Wissensdatenbank von Gaming Deluxe: Backups auf Bedrock-Servern (Englisch)
- Bestellformular von Gaming Deluxe, Minecraft Bedrock Dedicated Game Server